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                    Flensburg im Februar

                           Narzissmus

Narzissmus kann entstehen durch eine nicht geglückte Eltern-Kind Beziehung, durch mangelnde Liebe und Einfühlung oder durch Überbehütung. Ein Kind kann ausgebeutet werden, wenn es als Aufwertung des Selbstwertes der Eltern benutzt wird auf Kosten der eigenen kindlichen Individualität.

Um die Liebe der Eltern nicht zu verlieren, tötet ein Kind lieber seine Gefühle ab wie Wut, Aggression, Lust und Schmerz. Es entsteht ein Zwiespalt zwischen äusserer stark erscheinender Maske und innerer Unsicherheit und Abwertung. Keiner darf davon erfahren.

Beim Ausbleiben von äusserer narzistischer Zufuhr im Sinne von Bewunderung und Anerkennung kann es zu schweren Depressionen kommen. Das kann zum Beispiel geschehen bei einer Erkrankung, beim Älterwerden, Verlust der Arbeit, Auszug der Kinder oder bei einer Zurückweisung. Die Ablehnung eines Wunsches wird gleichbedeutend empfunden wie die Ablehnung als ganze Person. Bewunderung und Liebe werden gleichgesetzt.

Ziel einer Therapie ist es, die angeblich negativen Botschaften der Anderen zu entschlüsseln, bewußt zu machen und durch neue, positive zu ersetzen und emotional zu verankern.

 

 

                    Flensburg im Januar

            Wichtige Entscheidungen treffen

Oft treffen wir Entscheidungen, weil wir kurzfristig Schmerz oder Ärger vermeiden wollen und handeln uns damit langfristig Probleme ein. Eine Möglichkeit, eine wichtige Entscheidung anzugehen, ist das 10-10-10

Modell, das Suzy Welch entwickelt hat. Wir sammeln möglichst viele Informationen und fragen uns dann: Welche Auswirkungen hat eine Entscheidung in 10 Minuten, in 10 Monaten und in 10 Jahren?

Diese unterschiedlichen Zeitperspektiven können sehr schnell deutlich machen, ob eine Entscheidung mit unseren Wünschen und Vorstellungen vereinbar ist.

Bei komplexen Situationen ist unser Verstand oft überfordert. Unser Bewußtsein kann nur eine begrenzte Zahl an Informationen sammeln.

Hier sollten wir besser auf unser Bauchgefühl hören. Wir geben unserem emotionalen Erfahrungsgedächtnis eine Chance. Es kann eine große Datenmenge in kurzer Zeit verarbeiten wie ein PC mit sehr großem Arbeitsspeicher.

Wir sollten ganzheitlich unser Bauchgefühl und unseren Verstand einsetzen bei der Lösung eines Problems.

Wir können uns auch die Katastrophenfrage stellen: Was wäre, wenn sich meine Entscheidung als falsch herausstellen würde? Dann würden wir vielleicht bedauern, eine Affaire mit einem jüngeren Partner nicht gewagt zu haben, eine große Reise nicht erlebt zu haben , einen Job nicht gewechselt zu haben oder in einer kleineren Wohnung zu wohnen. Katastrophe??

 

                    Flensburg im Dezember

                          Für den Notfall !

Wie kann ich meine Gedanken sortieren, wenn meine Partnerschaft in einer Krise steckt?

Wir bewegen uns gedanklich in einer Endlosschleife, werden überrollt von unseren Gefühlen und sehen keine Lösung.

Da ist es hilfreich, sich einen Zettel und einen Stift zu nehmen und sich folgende Fragen zu beantworten:

 

1. Was verbindet uns?

2. Was trennt uns?

3. Was würde mir fehlen, wenn mein Partner nicht mehr da wäre?

4. Welche Vorstellungen habe ich von einer guten Partnerschaft?

 

Einige Bücher können Ihnen, lieber Leser, vielleicht Anregungen geben, Ihre Partnerschaft aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

 

Ich empfehle das Buch "Paare in Therapie" von Roland Weber im Klett-Cotta Verlag. Das Buch wendet sich sowohl an Fachleute aus den helfenden Berufen als auch an psychologisch Interessierte und Ratsuchende.

 

Empfehlenswert ist ein Buch über Patchworkfamilien:

"Pachtworkfamilie - Wie zwei Familien zusammenwachsen" von Starke, Heß und Belviso im Beltz Verlag.

 

Hilfreich ist  auch das Buch "Die Liebesformel - Vom richtigen Umgang mit Gefühlen und Konflikten" von Peter Lauster. Vertrauen, Geborgenheit, Freundschaft, Verläßlichkeit und Treue sind wichtige Elemente einer Partnerschaft. Die Liebe aber gedeiht nur in der Freiheit der Seele.

 

Gut zu lesen ist das Buch  "Liebe deinen Partner wie dich selbst" von Michael Cöllen aus dem  Gütersloher Verlagshaus.

Oft leiden Paare an einem narzistischen Grundkonflikt, sie fürchten Intimität und das seelische, geistige und körperliche Einswerden mit dem Anderen. Das vorliegende Buch zeigt Heilungswege auf.

 

Auch empfehlenswert ist das Buch " Wer die Liebe sucht... Orientierungshilfen für Paare " von Oskar Holzberg, Ellert u. Richter Verlag

Im Alltag der Paartherapie werden verschiedene Phasen einer Liebesbeziehung deutlich. Der Autor zeigt, wie mit Hilfe der Psychotherapie die Liebe wieder einen Platz in der Partnerschaft bekommen kann.