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Frieden mit meiner Mutter

 

Ist es möglich, einen späten Frieden mit unserer Mutter zu schließen?

Ein Leben lang sehnen wir uns nach ihrer Anerkennung und Liebe und plötzlich ist sie alt. Zu gern würden wir eine sentimentale Fantasie erleben:

 

 

 

Die Mutter liegt matt auf ihrem Sterbebett, schaut uns tränenüberströmt an und haucht "Es tut mir Leid, dass ich immer so kühl zu dir war, bitte verzeihe mir!"

So läuft es leider nicht! Ich muss akzeptieren, dass sie so viel Selbstkritik und Intimität gar nicht zulassen kann.

Vielen Müttern fehlt die Fähigkeit zur Empathie, haben es selbst bei ihren Müttern nicht erfahren. Und viele Kinder denken, wenn sie sich noch ein bißchen mehr anstrengen und lieber und braver sind, bekommen sie ihre uneingeschränkte Liebe und Zuwendung.

Vielleicht können wir trotz unserer Verletztheit auch das Leid unserer Mutter sehen, wie sie gefangen ist in ihrer Geschichte. Mitgefühl ist ein Versuch, unseren Groll loszulassen, die Vorwürfe aufzugeben und die Dinge zu sehen wie sie wirklich sind.

Es gehört zum Erwachsenwerden dazu, unsere kindliche Hoffnung auf eine wundersame Wandlung unserer Mutter aufzugeben und Frieden zu machen mit dem was war.

 

Das Geheimnis einer starken Ausstrahlung

 

Manchmal wollen wir einfach unsere Ruhe haben und sind froh, wenn wir nicht im Mittelpunkt stehen. Aber ab und zu ist es praktisch, wenn wir unseren Leuchtschalter anknipsen können. Zum Beispiel, um mit einem sympatischen Mann oder einer Frau ins Gespräch zu kommen, bei einer Konferenz gehört zu werden oder sich auf einem Fest nicht zu langweilen.

Ausstrahlung lässt sich lernen!

 

 

 

1. Laß andere an deinen Gefühlen teilhaben! Mit einem ehrlichen Lächeln oder ansteckendem Lachen. Und zeige auch Trauer und Ärger!

Wenn du wertschätzend mit dir und deinen Gefühlen umgehst, strahlst du Selbstbewußtsein aus. Genieße ein Kompliment und bedanke dich! Tritt in Kontakt mit deinen Gefühlen und zeige sie!

2. Interessiere dich wirklich für dein Gegenüber! Höre zu ohne mit deinem Blick abzuschweifen! Schaue nicht aufs Handy! Merke dir den Namen! Frage nach, wenn du das Gefühl hast, der andere sieht müde aus oder wenn du etwas nicht verstanden hast! Versuche, dich in den anderen hineinzuversetzen!

3. Reagiere ruhig und angemessen auf eine Situation! Behalte deine Souveränität in unruhigen Augenblicken! Stehe fest und richte dich auf! Die Körpersprache und dein Auftreten vor Menschen lassen sich trainieren. Wenn dir jemand ins Wort fällt, schau ihn nicht an. Berühre ihn zum Beispiel kurz am Arm und sprich weiter! Achte auf deine Körpersprache!

 

Narzissmus

 

Narzissmus kann entstehen durch eine nicht geglückte Eltern-Kind Beziehung, durch mangelnde Liebe und Einfühlung oder durch Überbehütung. Ein Kind kann ausgebeutet werden, wenn es als Aufwertung des Selbstwertes der Eltern benutzt wird auf Kosten der eigenen kindlichen Individualität.

Um die Liebe der Eltern nicht zu verlieren, tötet ein Kind lieber seine Gefühle ab wie Wut, Aggression, Lust und Schmerz. Es entsteht ein Zwiespalt zwischen äusserer stark erscheinender Maske und innerer Unsicherheit und Abwertung. Keiner darf davon erfahren.

 

 

 

Beim Ausbleiben von äusserer narzistischer Zufuhr im Sinne von Bewunderung und Anerkennung kann es zu schweren Depressionen kommen. Das kann zum Beispiel geschehen bei einer Erkrankung, beim Älterwerden, Verlust der Arbeit, Auszug der Kinder oder bei einer Zurückweisung. Die Ablehnung eines Wunsches wird gleichbedeutend empfunden wie die Ablehnung als ganze Person. Bewunderung und Liebe werden gleichgesetzt.

Ziel einer Therapie ist es, die angeblich negativen Botschaften der Anderen zu entschlüsseln, bewußt zu machen und durch neue, positive zu ersetzen und emotional zu verankern.

 

Wichtige Entscheidungen treffen

 

Oft treffen wir Entscheidungen, weil wir kurzfristig Schmerz oder Ärger vermeiden wollen und handeln uns damit langfristig Probleme ein. Eine Möglichkeit, eine wichtige Entscheidung anzugehen, ist das 10-10-10

Modell, das Suzy Welch entwickelt hat. Wir sammeln möglichst viele Informationen und fragen uns dann: Welche Auswirkungen hat eine Entscheidung in 10 Minuten, in 10 Monaten und in 10 Jahren?

Diese unterschiedlichen Zeitperspektiven können sehr schnell deutlich machen, ob eine Entscheidung mit unseren Wünschen und Vorstellungen vereinbar ist.

 

 

 

Bei komplexen Situationen ist unser Verstand oft überfordert. Unser Bewußtsein kann nur eine begrenzte Zahl an Informationen sammeln.

Hier sollten wir besser auf unser Bauchgefühl hören. Wir geben unserem emotionalen Erfahrungsgedächtnis eine Chance. Es kann eine große Datenmenge in kurzer Zeit verarbeiten wie ein PC mit sehr großem Arbeitsspeicher.

Wir sollten ganzheitlich unser Bauchgefühl und unseren Verstand einsetzen bei der Lösung eines Problems.

Wir können uns auch die Katastrophenfrage stellen: Was wäre, wenn sich meine Entscheidung als falsch herausstellen würde? Dann würden wir vielleicht bedauern, eine Affaire mit einem jüngeren Partner nicht gewagt zu haben, eine große Reise nicht erlebt zu haben , einen Job nicht gewechselt zu haben oder in einer kleineren Wohnung zu wohnen. Katastrophe?